Zu den häufigsten Denkfehlern zählt der weit verbreitete Mythos "Zeige die Jugend und du erreichst gleichzeitig die Alten". Viele sind der Meinung, dass sie ein- und dasselbe Produkt an junge Kunden genau so verkaufen können wie an ältere.

Immer wieder werden ältere Menschen in der Werbung veralbert.

Die über 50-Jährigen werden in den Medien nicht selten als hilfsbedürftig, eigentümlich und gebrechlich dargestellt. Doch die neuen Alten haben mit Puschen und Ohrensesseln wenig am Hut. Sie fühlen sich mehrheitlich jung, fit, unternehmungslustig. Wer sie als "Senioren" tituliert, hat schlechte Karten.

Niemand käme auf die Idee, 15-Jährige und 30-Jährige oder gar 50-Jährige mit den gleichen Marketingtools und –maßnahmen und über die gleichen Medien anzusprechen. Dagegen scheint es selbstverständlich, 50-Jährige und 85-Jährige unterschiedslos unter den Überbegriff „Senioren“ oder „Best Ager“ zu stecken.

Die jung gebliebene BabyBoomer-Generation zum Beispiel findet es überhaupt nicht sexy, spezielle Seniorenprodukte zu kaufen.

Viele Werber haben gelernt: Werbung ist jung und sexy – wie sie selbst. Darum fehlt den Arbeiten für die Generation 50Plus jeglicher Enthusiasmus und die nötige Sensibilität der Macher.

„Der größte Fehler aber ist, die ganze Zielgruppe nicht ernst zu nehmen, nach dem Motto: Die starrköpfigen Alten wechseln ihre Marken sowieso nicht mehr, um die muß ich mich nicht bemühen. Firmen, die diese Gruppe nicht bald für sich entdecken, werden in Zukunft nicht überleben.“
(Andreas Reidl, Agentur für Generationen-Marketing, Nürnberg)

Darum ist es mit der Darstellung grauer Schöpfe inklusive wohlklingender Botschaft nicht getan.

 
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